Gedanken zum Tag

12.11.2020 (Do)

2020

2020, dieses Jahr kann man vergessen, noch schlechter geht es ja wohl nicht. Dies würden sicherlich fast alle blind unterschreiben.

Die Pandemie hat uns alle fest im Griff. Angst vor Ansteckung, Existenzängste, Einsamkeit, nicht richtig frei sein, dies sind nur einige Worte die einem spontan für dieses Jahr einfallen. Also ein wirklich blödes Jahr.
Aber war denn wirklich alles schlecht?
Wir neigen dazu uns leichter an schlechten Momente zu erinnern, als an die schönen Augenblicke. Ich möchte mich da gar nicht ausnehmen, aber wenn ich dieses Jahr genauer betrachte, dann gab es auch schöne Momente.
Meine Familie und ich blieben bis jetzt von Corona verschont, das ist doch schon mal etwas Gutes. Ein Treffen mit Freunden, in der Zeit als es möglich war, wir haben es genossen und dabei Kraft getankt. Als unsere Tochter und Schwiegersohn uns sagten das wir wieder Oma und Opa würden. Eine wundervolle Nachricht.
Endlich haben wir es geschafft unseren Vorgarten um zu gestalten, in aller Ruhe, wir hatten ja Zeit.
Ich denke man darf ein Jahr nicht nur im Ganzen betrachten, sondern Monat für Monat, oder noch besser Tag für Tag. Dann hat man auch die Chance sich an die schönen Augenblicke zu erinnern.
„Man nehme zwölf Monate, putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile, sodass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.
Es wird jeder Tag einzeln angerichtet aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor.
Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu, einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt. Dann wird die Masse sehr reichlich mit Liebe übergossen. Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit und  mit einer guten, erquickenden Tasse Tee.“

Jahresrezept der Mutter Goethes

 

Bleiben sie gesund und schwelgen sie in schönen Erinnerungen

Gudrun Feiler
Presbyterin

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