Frauenhilfe Beverungen

Die Frauenhilfe in Beverungen entsprang der Notsituation nach dem 2. Weltkrieg. Im Sommer 1946 war das erste Zusammentreffen von ca. 100 Frauen mit Pastor Dr. Bruchmüller. Ganz praktische Hilfe stand im Vordergrund, z. B. beim Neuanfang für Vertriebene wurde ihnen eine Wohnung besorgt und Lebensmittel und Kleidung auf Bezugsscheinen. Was uns heute Not tut.

Heute gibt es andere Probleme. Was ist das Anliegen der Frauenhilfe? Wir sind ein Glied einer Kette und geben weiter, was für uns unverzichtbar ist, was nicht verhandelbar ist. Wir sind eine lebendige Gemeinschaft. Es ist schön und macht froh zusammenzukommen. Wir hören gute Vorträge über gegenwärtige wichtige Themen zu verschiedenen Gebieten.

Die Mitglieder der Frauenhilfe (es sind zur Zeit etwa 70) sind ganz wichtig für die Gemeinde, für die Gemeindearbeit, sie sind Verbindungspole. Sie verteilen die vielen Gemeindebriefe, sammeln für die Diakonie, helfen bei Feiern, besuchen ältere Menschen zu Hause oder im Heim. Wir tauschen uns aus beim Regionaltreffen mit Amelunxen und Bruchhausen, beim Frauentag, jetzt auch beim Frauenfrühstück, und kommen zusammen beim Weltgebetstag, den wir zusammen mit den katholischen Frauen ausrichten. Es stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Über viele Jahre wurde auch die Verbindung zur Partnergemeinde in Berlin-Schmöckwitz in der ehemaligen DDR gepflegt. Wie viele Pakete wurden von den Frauenhilfsschwestern dorthin geschickt; auch Baumaterials für die Kirchenrenovierung in Schmöckwitz organisiert und Geld von der Diakonie gespendet. Es waren schöne Treffen von unserer Gemeinde mit dem dortigen Pastor Menthel, ebenso mit dem Schmöckwitzer Kindergarten und unserem. Diese Partnergemeinde war ein besonderes Anliegen von Pfarrer Heinz Neubauer und Frau Doris, dann von Frau Irmgard Sonne und unserem Presbyter Dr. Friedrich Urlaub.

Ausflüge und die jährliche Gemeindefahrt sind Höhepunkte der Frauenhilfe. Wir erleben vergnügte Stunden in fröhlicher Gemeinschaft. Die regelmäßigen Treffen, die für alle Interessierten offen sind, geben Nahrung für die Seele, dass man Kraft schöpfen und weitergeben kann, und sie bilden auch. Die Frauenhilfe unterstützt die Frauen, ihre Rolle im gegenwärtigen Leben. Es ist ganz wichtig, die Familie zu unterstützen, sich um die jüngere Generation zu kümmern, ihnen Zeit zu schenken. Die Frauen gestalten in den Familien Zukunft und sorgen für den Zusammenhalt, dass Kinder in gedeihlicher Atmosphäre aufwachsen können. Die Gegenwart mit ihren Problemen und der Suche nach Orientierung bei der Jugend, nach Hilfe, Geborgenheit und Vertrauen, hier können sich Frauen einsetzen und Mut machen. Frauen engagieren sich am Arbeitsplatz, im Kindergarten, in der Schule, in der Gemeinde, in der Gesellschaft. Das geschieht oft eher unauffällig und ausgleichend. Das Zusammenkommen in der Frauenhilfe, der Zusammenhalt, das macht froh und dankbar. Es geht um Weitergabe von Werten, die uns wichtig sind.

Wir können etwas helfen bei der Suche nach Orientierung. Katharina Luther, geborene von Bora – eine der ersten Pastorenfrauen – und viele, viele andere Frauen haben uns ein leuchtendes, prägendes Vorbild gegeben. Jede Frau möge mitgestalten an der Zukunft. Wir sind eine lebendige Gemeinschaft.

Herzlichen Dank an alle Frauen, die in der Frauenhilfe mitarbeiten, um die Zusammenkünfte schön zu gestalten. Ebenso herzlichen Dank Pfarrerin Astrid Neumann, die die Andachten bei der Frauenhilfe hielt. Eva Keil erstellte die Jahresrückblicke über unsere Veranstaltungen, 14 Jahre hatte dies Erika Kosch getan. Karin Graefe ist für die Kasse zuständig. Rosemarie und Eva Keil, sorgten für die schön gedeckte Kaffeetafel. Über Jahre beteiligten sich daran auch Ursula Grommelt und Bertha Reitemeyer. Renate von Scheidt organisiert die Halbtagsfahrten und stellt die Geburtstagsgeschenke zusammen. Gertrud Witt, und die Schwestern Keil richten das Frauenfrühstück aus. Herzlicher Dank gebührt den einsatzbereiten Frauen, die in den Ortschaften die Gemeindebriefe verteilen und für die Diakonie sammeln. Alle Mühe lohnt sich. So haben wir an der Gemeinschaft Freude.

Elisabeth Bindewald

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