Andachten zum Monatsspruch
Mai 2026
Ein Anker – der geht auf den Grund. Und mit einer langen Kette oder einem Seil verbindet er das Schiff mit diesem festen Grund. Oben drüber ist das Wasser, so bewegt, wie es eben ist. Manchmal ruhig und sanft, manchmal kribbelig und manchmal rau und wild. Und der Anker sorgt dafür, dass ein Schiff nicht verloren geht, nicht in der sanften Strömung und nicht in der stürmischen See. Dass es nicht abtreibt, weder auf das offene Meer hinaus noch auf eine Sandbank oder eine Klippe.
So ein Anker ist die Hoffnung. Das Leben kann sein wie die See: manchmal ruhig und beschaulich, manchmal aufgeregt und manchmal wild und stürmisch. Manchmal werden wir hin- und hergeworfen, manchmal zerren Windböen an uns. Und dass wir dann nicht verloren gehen, dass wir nicht untergehen in unsern Sorgen und Nöten, das macht die Hoffnung. Die Hoffnung nämlich, dass Gott uns nicht verlorengehen lässt. Dass er bei uns bleibt auch bei rauer See. „Siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende.“ Im Matthäusevangelium ist das der letzte Satz, den der auferstandene Jesus zu den Jüngern und Jüngerinnen sagt. Der Satz, den sie besonders im Gedächtnis behalten sollen. Bei euch – alle Tage, auch durch Sturm und Not hindurch. Das ist die Hoffnung. Ein sicherer und fester Anker unserer Seele.
Bleiben Sie behütet!
Ihr Gunnar Wirth