Andachten zum Monatsspruch

Februar 2026

Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.

Deuteronomium 26,11

Fröhlich sein – das wünsche ich mir.
Und doch merke ich, wie schnell mein Blick bei dem hängen bleibt, was fehlt, was anstrengend ist oder mir Sorgen macht.

Der Vers aus dem 5. Buch Mose hält mich einen Moment an. Er erinnert mich daran, bewusst hinzusehen. Er spricht Menschen an, die viel erlebt haben: Unsicherheit, lange Wege, Zeiten des Wartens. Gerade ihnen wird gesagt: Vergiss das Gute nicht.

Auch in meinem Leben gibt es beides. Nicht alles ist leicht. Nicht alles ist so, wie ich es mir wünsche. Und doch ist da so vieles, was mir geschenkt ist.

Manchmal ist es ganz nah: meine Familie, vertraute Menschen, ein Gespräch, das trägt.
Manchmal ist es unscheinbar: ein ruhiger Moment, ein gelungener Tag, ein Augenblick ohne Schmerzen oder Sorgen.

Oft merke ich erst im Innehalten, wie viel Gutes da ist.

Dieser Bibelvers lädt mich ein, die Freude nicht aufzuschieben. Nicht zu warten, bis alles perfekt ist. Sondern jetzt dankbar zu sein für das, was da ist.

Freude ist für mich kein Dauerzustand. Sie ist eine Haltung, die ich einüben kann. Indem ich das Gute benenne, es nicht kleinrede und es Gott zurückgebe.

Vielleicht nehme ich mir heute bewusst Zeit und frage mich:
Wofür bin ich heute dankbar?
Und bringe diese Dankbarkeit vor Gott – leise, ehrlich, ohne große Worte.

Denn manchmal beginnt Fröhlichkeit genau dort, wo ich das Gute wahrnehme und Gott dafür danke.

Ihre Astrid Neumann

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