Andachten zum Monatsspruch

Februar 2024

Alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit.

(2 Tim 3,16)

Bei den jungen christlichen Gemeinden gab es einen ersten Generationenwechsel in der Gemeindeleitung, also, wie wir heute sagen würden, einen Pfarrerwechsel. Ratschläge für einen jungen Pfarrer, den Timotheus, lesen wir in den Timotheusbriefen. Verschiedene Fragen bewegten die Gemeinde. Erst hatten sie gehofft, dass der Herr noch zu ihren Lebzeiten wiederkommen würde. Nun mussten sie sich in der Welt einrichten. Wie soll man denn als Christ in dieser Welt sein Leben führen? Wie kann man sich bewähren? Das war die eine Frage. Außerdem aber gab es noch besondere Probleme. Da war zum einen die Anfechtung durch Christenverfolgung und Ächtung seitens der Umwelt. Und zum anderen gab es neue Glaubenslehren, denen ein Teil der Gemeinden sich zuwandte. Das war kein Wunder in der allgemeinen Verunsicherung; die äußere Gefährdung der Gemeinde wurde von einer inneren Gefährdung begleitet.
Für die neue Lehre musste man erst einmal ein ganzes Weltklärungssystem verstehen, um darin dann Jesus einen Platz zuzuweisen. Das Bestechende daran war das hohe Bildungsniveau der Vertreter dieser Lehre. Wie sollte man solch klugen Reden und den vielen überzeugenden Argumenten gegen den normalen christlichen Glauben begegnen?
Die Antwort scheint uns ganz einfach und klar. Timotheus soll sich auf nichts anderes berufen als auf die Bibel. Das ist der Maßstab. Damals wie heute ist es gut, daran erinnert zu werden: wir sind für die Herausforderungen unserer Zeit bestens gerüstet mit dem Wort Gottes. Timotheus soll nicht irgendein mythisches System und Gedankengebäude lehren. Sondern in der Bibel, das heißt für ihn damals: in den Schriften des Alten Testaments ist alles da, was er und die Christen brauchen. Hier findet sich Gottes Wort. Das galt damals wie heute.

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pfarrerin Astrid Neumann

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