Am 07. Oktober 2026 traf sich die evangelische Frauenhilfe wie gewohnt im Speisesaal des Konrad Beckhaus Heims. Die Vorsitzende, Elke Maletz, begrüßte alle anwesenden Frauenhilfsschwestern und Gäste sehr herzlich. 29 Frauen waren gekommen. Einen besonderen Gruß richtete sie an den Referenten, Dechant Monsignore Andreas Kurte. Beide gestalteten den Nachmittag zum Thema: Demenz
Elke Maletz hielt zunächst eine Andacht über das Bibelwort: „Gott vergisst mich nicht!“ (Jesaja 49,15a). Auch wenn ein Name nicht einfällt, bleibt der Mensch wertvoll. Auch wenn eine Geschichte nicht mehr erzählt werden kann, bleibt sie ein Teil eines geliebten Lebens. Auch wenn Worte fehlen, können Nähe, ein Blick, ein Lächeln, Musik oder eine Berührung etwas von Liebe ausdrücken. Gott sieht nicht nur, was wir können. Er sieht uns selbst. Er sieht unsere Würde, unsere Sehnsucht und unser Herz.
Gott kennt mich. Gott sieht mich. Gott ist bei mir. Gott vergisst mich nicht.
Nach dem Kaffeetrinken las Dechant Kurte aus seinem Buch „Sieben Jahre in deiner Welt. Briefe an meinen demenzkranken Vater“. Zwischendurch fand ein reger Austausch zwischen dem Referenten und den Frauen statt. Elke Maletz dankte Herrn Kurte für seine bewegenden Worte.
Zum Thema noch einige Gedanken: Demenz kann uns leider alle treffen. Als Gesellschaft sind wir aufgerufen, Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen mit Empathie, Geduld und Respekt zu begleiten, ihre Würde zu achten und ihnen die Unterstützung und Entlastung zu geben, die diese für ihren oft herausfordernden Alltag benötigen.
Ebenso verdienen die Mitarbeitenden in den Senioreneinrichtungen unsere besondere Wertschätzung. Tag für Tag begleiten sie Menschen mit Fürsorge, Fachwissen und großem persönlichen Einsatz. Sie schenken Zeit, Nähe und Geborgenheit und tragen dazu bei, dass Menschen mit Demenz auch im Alter in Würde leben können.
Bericht und Foto Elke Maletz